Wie sich die DDR-Oberligisten diese Saison im Pokal schlagen

44 Vereine stehen in der Ewigen Tabelle der DDR-Oberliga. 14 trafen in der aktuellen Liga-Saison 2018/19 auf www.ddr-oberliga.de aufeinander. Doch auch die verschiedenen Pokale bieten immer wieder reizvolle Paarungen! Wir halten euch auf dem Laufenden, wie lange die Vereine im Pokalrennen sind – bis in die Kreisklasse.

Pokalsieger der Saison 2018/19

1. Energie Cottbus (Brandenburg-Pokal)
2. FC Hansa Rostock (MV-Pokal)
3. FC Karl-Marx-Stadt (Sachsen-Pokal)
4. HFC Chemie (Sachsen-Anhalt-Pokal)
5. Motor Steinach (Kreispokal Südthüringen)
Allen herzlichen Glückwunsch!

Der erste FDGB-Pokalsieger war spät ist raus

Hätten Sie es gewusst? Erstens, dass es Motor Dessau war. Und zweitens, dass die Dessauer nun auch in der aktuellen Saison die Segel im Landespokal Sachsen-Anhalt streichen mussten. Zu diesem Zeitpunkt waren schon 36 der 42 noch aktiven Ex-DDR-Oberligisten ohne Chance auf einen Pokalerfolg in diesem Jahr. In Sachsen kommt es am 25. Mai sogar zu einem echten DDR-Oberliga-Duell zwischen Sachsenring Zwickau und FC Karl-Marx-Stadt.

Bereits in allen Pokalwettbewerben 2018/19 ausgeschieden sind:
1. FC Magdeburg (bis 1991 Oberligist)
1. FC Union Berlin (1989)
SG Dynamo Dresden (1991)
BSG Wismut Aue (1991)
SC Lichtenberg 47 (1951)
ASG Vorwärts Stralsund (1975)
ZSG Anker Wismar (1952)
Turbine Weimar, (1951)
FC Sachsen Leipzig (1991)
BSG Chemie Böhlen (1983)
BSG Motor Suhl (1985)
FC Rot-Weiß Erfurt (1991)
Rotation Babelsberg (1958)
BSG Stahl Brandenburg (bis zuletzt 1991 dabei)
Fortschritt Weißenfels (1960)
BSG Chemie Buna-Schkopau (1981/82)
Einheit Pankow (1951/52)
BSG Empor Lauter (1953/54)
BSG Stahl Eisenhüttenstadt (bis 1991 dabei)
BSG Stahl Riesa (1987/88)
FC Vorwärts Frankfurt (1990/91)
SC Aktivist Brieske/Senftenberg (1962/63)
BSG Wismut Gera (1977/78)
Dresdner SC (1962)
BSG Fortschritt Meerane (1955)
BSG Chemie Zeitz (1960)
BSG Chemie Leipzig (1984/85)
Fortschritt Bischofswerda (1989/90)
SC Neubrandenburg (1964/65)
BFC Dynamo (1991)
ASV Vorwärts Schwerin (1950)
1. FC Lok Leipzig (1991)
Lok Stendal (1968)
Carl-Zeiss Jena (1991)
Stahl Thale (1954)
Sachsenring Zwickau (1989)

Der letzte FDGB-Pokal
Der letzte FDGB-Pokal

Pokalsieger Kreispokal Südthüringen 2018/19: Motor Steinach

Jena hält lange mit Union mit

Es gab am ersten Pokal-Wochenende auch ein Duell zweier Traditionsvereine aus dem Fußball-Osten. In Jena verfolgten 10600 Zuschauer ein packendes Spiel ihres FC Carl Zeiss gegen den 1. FC Union. Schließlich gewann der Favorit aus der Hauptstadt mit 4:2. Für die Jenaer bleibt jetzt trotzdem noch die Chance, diese Saison einen Pokal zu holen. Im Wettbewerb um den Landespokal Thüringens sind sie nun der Favorit.

Neben Carl Zeiss Jena bekommen nach ihrem Scheitern im DFB-Pokal auch der BFC und Lok Stendal die zweite Chance im Landespokal. (guk)

Den Erfurtern versagen die Nerven im Elfmeterschießen

Am vergangenen Wochenende mussten sich wieder zahlreiche DDR-Oberliga-Vereine in ihren Pokalwettbewerben beweisen. Das gelang Mannschaften wie dem BFC Dynamo mit einem 10:0 oder Hansa Rostock mit einem 14:0 ausgesprochen leicht. Es gab aber auch wieder einige der 43 noch aktiven DDR-Oberligisten, die in der Ewigen Tabelle stehen, die die Segel streichen mussten. Als der 16., 17., 18., 19., 20., 21. und 22. Verein erwischte es jetzt den SC Lichtenberg 47, Vorwärts Stralsund, Anker Wismar, Sachsen Leipzig, Chemie Böhlen, Motor Suhl und auch Rot-Weiß Erfurt. Damit können sich noch 21 Vereine Hoffnungen auf einen Pokalsieg machen. (guk)

Enttäuschte Erfurter. Foto: gk

Zogen gegen Wacker Nordhausen den Kürzeren, das Team von Erfurts Trainer Thomas Brdaric. Foto: gk

Losfee hat unseren Wunsch erfüllt

Das hätte im Jubiläumsjahr nicht besser laufen können. Die Losfee hat unseren Wunsch erfüllt und allen Fans ein DDR-Oberliga-Duell beschert. Der 1. FC Union trifft im Pokal auf den FC Carl Zeiss Jena. Das ist genau jene Konstellation, in der die Eisernen aus Berlin ihren einzigen großen Titel gewonnen haben, und zwar vor genau 50 Jahren. Damals gewann Union das Finale um den FDGB-Pokal mit 2:1. Aus diesem Anlass wurde schon vor der aktuellen Pokalauslosung ein Freundschaftsspiel der aktuellen Mannschaften der beiden Vereine vereinbart. Nun hatte es eine ganz andere Brisanz. Zu diesem Spiel, das gleichzeitig der Saisonauftakt mit Fanfest beim 1. FC Union war, kamen über 11000 Zuschauer ins Stadion an der Alten Försterei! Respekt! Beim Pokalspiel hat allerdings Carl Zeiss Jena Heimrecht. Spieltermin ist Sonntag, der 19. August, 18.30 Uhr. (guk)

Mehr als 11000 Zuschauer kamen am 1. Juli ins Stadion an der Alten Försterei zum Testspiel gegen Jena. Foto: ddr-oberliga.de

Mehr als 11000 Zuschauer kamen am 1. Juli ins Stadion an der Alten Försterei zum Testspiel gegen Jena.
Foto: ddr-oberliga.de

Aufstellung und Spielbericht

So lief die Saison 2017/18

Sämtliche Landespokale in der Saison 2017/18 gewonnen!

Die Landespokale bleiben komplett in Hand von DDR-Oberligisten. Alle sechs Landespokale im Osten sind nun im Besitz der Traditionsvereine FC Hansa Rostock, 1. FC Magdeburg, FC Carl Zeiss Jena, Energie Cottbus, BSG Chemie Leipzig und BFC Dynamo. Unterlegen waren in Thüringen die BSG Wismut Gera und in Sachsen-Anhalt Lok Stendal. Jena gelang mit dem 5:0 der höchste Sieg. Bei allen anderen war es knapp. In Babelsberg wurde die Zeremonie mit Pokalübergabe abgesagt. Energie soll die Trophäe nun im Rahmen des Relegationsspiels am 27. Mai zu Hause erhalten. Dort entscheidet sich dann auch, ob Energie Cottbus nächstes Jahr wieder im sicheren Mittelfeld auf ddr-oberliga.de mitspielen darf. (guk)

Foto: ddr-oberliga.de

Hier war noch alles in Ordnung. Nach dem Spiel Babelsberg gegen Energie waren chaotische Zustände. Foto: ddr-oberliga.de

Rostock und Schwerin bestreiten Finale in Mecklenburg-Vorpommern

Eine der beiden Mannschaften hat im Halbfinale gewackelt. Wer hätte gedacht, dass das Hansa Rostock sein wird? In Torgelow musste der DDR-Oberligist mit einem 2:2 in die Verlängerung. Vor 1400 Zuschauern drohte eine Blamage. Dann setzten die Rostocker noch mal die Segel. Am Ende hieß es 7:2. Schwerin ließ beim 4:0 in Bützow nichts anbrennen. So gibt es also nach dem Duell 1. FC Magdeburg vs. Lok Stendal in Sachsen-Anhalt und Wismut Gera vs. Carl Zeiss Jena in Thüringen nun auch im Landespokal Mecklenburg-Vorpommern ein reines DDR-Oberliga-Duell. Ein Fest für die Fans!

Echte DDR-Oberliga-Duelle in Sachsen-Anhalt und Thüringen

Der 1. FC Magdeburg trifft im Sachsen-Anhalt-Finale auf Lok Stendal. Egal, wie es ausgeht, die Lok wird feiern, denn Magdeburg ist als neuer Zweitligist automatisch für den DFB-Pokal gesetzt. Damit nimmt Stendal auf jeden Fall den Platz von Sachsen-Anhalt ein. In Thüringen müsste die BSG Wismut Gera dagegen gewinnen, wenn sie Carl Zeiss Jena diesen Platz streitig machen wollen, denn die sind der Finalgegner.

Jena geht auf Reisen. Foto: ddr-oberliga.de

BFC Dynamo steht im Pokalfinale

Am Tag der Amateure, dem Pfingstmontag, 21. Mai, wird auch der BFC Dynamo Fernsehpräsenz genießen. Die Mannschaft hat sein Halbfinale gewonnen. Ihr Landesfinale haben auch Energie Cottbus und die BSG Chemie Leipzig erreicht.

Hansa Rostock und Vorwärts Schwerin wollen dort noch hin. Sie spielen ihre Halbfinals am 9. Mai, 18 Uhr bzw. 1930 Uhr. Der 1. FC Magdeburg muss sich am 1. Mai durchsetzen und Carl Zeiss Jena einen Tag zuvor. Würde das bei allen vier Mannschaften klappen, gibt es drei Pokalfinals mit reiner DDR-Oberliga-Beteiligung. (guk)

Chemie Leipzig hält sächsische Fahne hoch

Chemie Leipzig hat das Landespokalhalbfinale mit einem 1:0-Auswärtssieg überstanden. Damit ist die BSG die einzige DDR-Oberligamannschaft aus Sachsen, die diese Saison noch nach einem Pokal greifen kann. Einmal mehr war es Alexander Bury, der die Chemiker zum Sieg führte.
Abgesagt wurde dagegen dieses Wochenende das Halbfinale von Vorwärts Schwerin.

BFC weiter im Rennen

Die Pflichtaufgabe Lichtenberg 47 hat der BFC Dynamo überstanden. Alle drei Tore beim 3:0 erzielte der ehemalige nigerianische Nationalspieler Solomon Okoronkwo. Damit gehört der BFC zu den letzten neun DDR-Oberligisten, die noch in einem Pokalwettbewerb vertreten sind. Ein Finale mit einem anderen DDR-Oberligisten ist für den BFC aber nicht mehr drin. Schade eigentlich. (guk)

Magdeburg wirft den HFC aus dem Pokal

Damit sind es nur noch zehn. Der HFC Chemie, wie ihn seine Fans rufen, musste am Mittwoch, 21. März, als elftletztes Team der DDR-Oberliga die Segel streichen. Im Heimspiel des Landespokals gegen den 1. FC Magdeburg war die Mannschaft über die gesamten 93 Minuten zu harmlos. Für Magdeburg stocherte Julius Düker den Ball einmal über die Linie, das reichte. (guk)

Energie, Chemie und Schwerin sind am Wochenende gefordert

Energie Cottbus ist der letzt DDR-Oberligist, der in Brandenburg in einer Pokalrunde vertreten ist. Am Sonnabend, dem 24. März, kämpft das Team um den Einzug ins Finale. Genauso sieht es in Sachsen aus. Dort ist überraschenderweise nur noch die BSG Chemie Leipzig im Rennen. Während Energie bei Union Fürstenwalde klarer Favorit ist, sind die Vorzeichen für Chemie nicht so eindeutig. Sie treten am Sonntag, dem 25. März, in Auerbach an und hoffen auf den Finaleinzug. Das trifft auch auf Vorwärts Schwerin zu. Die Mannschaft muss am Sonnabend, ab 14 Uhr, in Bützow ran. Bei Erfolg winkt ein Finale gegen Hansa! (guk)

Pokal und Energie, das ist eine besondere Geschichte. Cottbus ist am Sonnabend im Landespokal jedoch auswärts gefordert. Foto: ddr-oberliga.de

Alle Ostmannschaften raus im Pokal? Nicht bei uns!

Auf zwei Hochzeiten mit Pokal und Meisterschaft tanzen in dieser Saison weiterhin folgende DDR-Oberligisten:
BFC Dynamo, Energie Cottbus, Hansa Rostock, Chemie Leipzig, 1. FC Magdeburg, Carl Zeiss Jena

weiter noch im Rennen: Lok Stendal, Vorwärts Schwerin, Wismut Gera

Von den 43 aktiven Ex-DDR-Oberligisten sind diese Saison schon 34 raus aus den Pokalrunden. Verabschiedet haben sich: Lok Leipzig, Sachsenring Zwickau, FC Karl-Marx-Stadt, Wismut Aue, Motor Steinach, Motor Suhl, Stahl Eisenhüttenstadt, Stahl Thale, Aktivist Brieske-Senftenberg, Dresdner SC, Motor Altenburg, Rotation Babelsberg, Vorwärts Frankfurt, Einheit Pankow, Stahl Riesa, Chemie Buna Schkopau, Motor Dessau, Motor Weimar, Rot-Weiß Erfurt, Anker Wismar, Vorwärts Stralsund, Fortschritt Meerane, Empor Lauter, Dynamo Dresden, 1. FC Union Berlin, Stahl Brandenburg, Fortschritt Bischofswerda, Chemie Zeitz, Fortschritt Weißenfels, SC Neubrandenburg, Chemie Böhlen, Sachsen Leipzig, Lichtenberg 47 und zuletzt nun der HFC Chemie.

Jetzt heißt es warten auf die nächste Auslosung

In den Landespokalwettbewerben in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Thüringen kann es noch zu DDR-Oberliga-Duellen in einem Finale kommen.

Pokalsieger wird man bei uns aber nur, wenn man tatsächlich in einem Finale ein DDR-Oberliga-Duell gewinnt

Chemie Böhlen ist als 32. Verein raus aus dem Pokalgeschehen

Die inzwischen wieder auf Kreisebene spielende Männermannschaft ist am 11. März im Kreispokal Muldental nach hartem Kampf und Verlängerung gescheitert. Immerhin hat sich der Verein als Zwölftletzter aktueller DDR-Oberligist in einem Pokalwettbewerb gehalten. Das sollte doch Auftrieb für die künftige Entwicklung geben. (guk)

Neubrandenburg und Sachsen Leipzig streichen die Segel

Am 4. Februar ist mit dem 1. FC Neubrandenburg das 30. Team aus dem Pokalrennen der laufenden Saison raus. Im Landespokal Mecklenburg-Vorpommern ist diese Saison aber immer noch ein DDR-Oberliga-Duell möglich. Hansa Rostock und Vorwärts Schwerin sind weiter dabei. Eine Woche später musste auch Sachsen Leipzig die Segel im Kreispokal streichen. Damit ist Nummer 31 raus.

Zweites DDR-Oberliga-Duell im Pokal in dieser Saison

Carl Zeiss Jena siegt 3:0 im Pokalspiel bei Motor Altenburg. Es war bereits das zweite Pokal-Duell von DDR-Oberliga-Vereinen in dieser Saison. In einem Punktspiel standen sich die beiden Traditionsmannschaften noch nie gegenüber. Aber 2011 schon einmal im Pokal. Was denkt ihr, wie damals die Partie ausgegangen ist? Genau 3:0 für Jena, zur Halbzeit stand es auch damals 1:0. Dass es diesmal auch der Fall war, da hat der Schieri etwas mitgeholfen, dafür hat er in der zweiten Halbzeit ein Handspiel im Strafraum übersehen. Also alles im grünen Bereich. 2011 kamen nur etwas mehr Zuschauer. Aber 1200 sind für eine Mannschaft aus der Landesklasse trotzdem aller Ehren wert. Schade, aber das war der letzte Auftritt von Altenburg in dieser Saison bei uns.
Kleiner Quiz am Rande? Wo steht das laut der möglichen Zuschauerzahl größte Stadion in Thüringen? In Altenburg!

Nur selten konnten sich die Altenburger vom Druck der Jenaer vor dem eigenen Strafraum befreien.

Am Stadioneingang scheint die Zeit stehengeblieben.

Am Ende bedankten sich die Jenaer Spieler bei ihren mitgereisten Fans. Fotos: guk

Absolute Premiere

Gerade mal 44 Vereine stehen in der Ewigen Tabelle der DDR-Oberliga und trotzdem gibt es immer wieder Begegnungen, die es nie zuvor gab. Zum allerersten Mal tritt am 11. August 2017 Stahl Eisenhüttenstadt gegen Rotation (Fortuna) Babelsberg in einem Pflichtspiel an! Diesmal ist es noch ein Pokalduell. Gibt es bald auch ein Punktspiel? Rotation gewann sicher in der regulären Spielzeit mit 3:0. Das nutzte aber nicht viel. In der nächsten Runde des Brandenburg-Pokals war dann auch für die Babelsberger Schluss. (guk)
August 2018

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